PETA-Plakatkampagne 2025

PETA-Plakatkampagne 2025 – Tierleid sichtbar machen: 24 Städte, eine klare Botschaft

Zwischen dem 16. und 30. Juni 2025 wurde es unübersehbar: In 24 deutschen Städten machte die Tierrechtsorganisation PETA mit einer groß angelegten Plakatkampagne auf das Leid von Tieren in der Ernährungsindustrie aufmerksam. Unter dem Motto „Schau nicht weg – Tierleid beginnt auf deinem Teller“ konfrontierte PETA Passant:innen mit eindrücklichen Motiven und klaren Botschaften, die zum Nachdenken – und zum Handeln – anregen sollten.


Tierleid in der Ernährung: Was steckt dahinter?

PETA setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Tieren ein – mit öffentlichen Aktionen, politischen Kampagnen und Aufklärungsarbeit. Bei der aktuellen Plakatkampagne liegt der Fokus auf einem besonders sensiblen Thema: der Massentierhaltung und ihren Folgen für Tiere, Umwelt und Gesellschaft.

Was PETA kritisiert:

  • Enge Haltung in Mastanlagen, oft ohne Tageslicht oder Bewegungsfreiheit
  • Schmerzhafte Eingriffe wie das Kupieren von Schwänzen oder Enthornen – meist ohne Betäubung
  • Trennung von Muttertieren und Jungtieren unmittelbar nach der Geburt
  • Gewaltsame Schlachtung in Hochleistungsbetrieben, oft mit Tierschutzverstößen

Diese Praktiken sind kein Einzelfall, sondern in vielen industriellen Betrieben Alltag – auch in Deutschland.


Wo wurde plakatiert – und mit welcher Wirkung?

Die Kampagne wurde in 24 Städten parallel geschaltet, darunter:

  • Berlin
  • Hamburg
  • München
  • Köln
  • Leipzig
  • Nürnberg
  • Hannover
  • Stuttgart
  • Frankfurt am Main
  • Düsseldorf
  • und viele weitere

Die Motive:

Die Plakate zeigten u. a.:

  • Nahaufnahmen von Tieren in Ställen und Schlachthöfen
  • Kontrastiert mit dem Alltag der Konsument:innen
  • Slogans wie: „Tierliebe endet nicht am Tellerrand“ oder „Würdest du das deinem Hund antun?“

Die Wirkung war unmittelbar: Zahlreiche Menschen fotografierten die Plakate, teilten sie in sozialen Netzwerken und diskutierten öffentlich über Tierhaltung, Veganismus und Lebensmittelethik.


Warum Plakatwerbung? – Sichtbarkeit im Alltag

Plakatkampagnen gehören zu den wirksamsten Formen der öffentlichen Meinungsbildung. Sie treffen Menschen dort, wo sie sind – auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder im Freizeitbereich. Im Gegensatz zu Social Media kann man Plakate nicht einfach wegklicken. Man sieht sie – und bleibt hängen.

PETA nutzte diese Chance gezielt, um ein oft verdrängtes Thema in den öffentlichen Raum zu bringen. Denn während viele Menschen Tierleid ablehnen, bleibt der Zusammenhang zwischen Konsum und Tierleid im Alltag häufig ausgeblendet.


Der ethische Appell: Ernährung überdenken

Im Zentrum der Kampagne steht nicht nur Kritik, sondern auch ein klarer Aufruf: Jede:r Einzelne kann etwas ändern. Schon kleine Schritte im Alltag – wie der Verzicht auf Fleischprodukte, die Wahl von pflanzlichen Alternativen oder das bewusste Einkaufen – haben spürbare Auswirkungen:

  • Weniger Tierleid
  • Weniger CO₂-Emissionen
  • Weniger Flächenverbrauch und Wasserverschwendung
  • Mehr Gerechtigkeit in globalen Lieferketten

PETA bot parallel zur Kampagne kostenlose Veggie-Starter-Guides, Online-Challenges und Infoveranstaltungen in einigen Städten an.


Kritik und Diskussionen – ein Zeichen der Wirksamkeit?

Wie bei vielen provokanten Kampagnen gab es auch kritische Stimmen – etwa zur Emotionalität der Motive oder zur zugespitzten Sprache. Doch genau das ist Teil der Strategie: PETA will Diskussionen anstoßen. Denn über Tierleid wird zu selten gesprochen – und noch seltener ehrlich nach Lösungen gesucht.


Fazit: Plakat für Plakat – ein Schritt in Richtung Mitgefühl

Die PETA-Plakatkampagne im Juni 2025 war ein eindrucksvoller Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Mit klaren Bildern, starker Sprache und einer flächendeckenden Präsenz gelang es der Organisation, ein unbequemes, aber wichtiges Thema zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

Wer die Plakate gesehen hat, wurde konfrontiert – nicht verurteilt. Und genau darin liegt die Stärke: Menschen ins Nachdenken bringen. Wege aufzeigen. Empathie fördern. Denn der Wandel beginnt oft mit einem einzigen Bild – und einer Frage: Was trage ich dazu bei?

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